Politische Einschnitte, kulturelle Antinomien und gesellschaftliche Umbruche pragen den deutschen Film von seinen Anfangen bis in die unmittelbare Gegenwart. Dieses Buch ist der Versuch, Filmgeschichte im Zeichen einer -Krisenhistoriografie- von ihren Grenzphanomenen und Ubergangserscheinungen her zu erkunden. Wie Filme ihre historische Bedingtheit asthetisch verhandeln, ist die Ausgangsfrage des Buches, das -Geschichte- auf diese Weise durch die Filme denkt, anstatt uber sie hinweg. Quer zu etablierten Epochengrenzen gilt das Interesse historischen Ungleichzeitigkeiten und asthetischen Verwerfungen, an denen vor allem die vergangenen Gegenwarten oder auch die zu bestimmten Zeitpunkten dem Film in Deutschland gerade noch - oder eben nicht mehr - moglichen Zukunftshorizonte sichtbar werden."